Heute ging es das Wallis, entlang dem Rhonetal, hinunter an den Genfersee.

Von Täsch ging es heute nach Visp wo wir das Wallis hinab fuhren. Da ich von meinen Kollegen angesprochen wurde, dass ich hier im Wallis doch einheimisch sei und ob es auf der Autobahn oder der Landstrasse schöner wäre … musste ich gleich voraus. Da liess ich es mir nicht nehmen in Turtmann einen kleinen Abstecher zu machen, um den «Üsserschwizern» das aus meiner Sicht beste Walliser Trockenfleisch zu zeigen. Eigentlich wollte ich nur schnell etwas Kleines kaufen und draussen den Anderen verteilen. René Meyer aus der Metzgerei Meyer Turtmann hat sich gewundert, wieso ich da sei, da habe ich ihm von der Elektroauto-Tour erzählt. Er meinte die Anderen sollen doch reinkommen. Er nahm sich die Zeit die verschiedenen Fleischstücke (zBsp vom Filetstück, Fischli) zu erklären und hat auch jeweils etwas zum Degustieren überreicht. Zudem lies er es sich nicht nehmen uns einige Weisheiten mit auf den Weg zu geben. So soll täglich 80g Trockenfleisch und 1dl Humagne Blanc die Produktion der roten Blutkörperchen steigern.
Gestärkt für den Weg, jedoch nicht mit Weisswein, sind wir weiter nach Riddes und dort den südlichen Berghang hoch, um Verbier von der Rückseite zu erklimmen. An diversen Punkten haben wir den Ausblick ins Rohnetal genossen. Der Weg wurde immer schmaler und der Peugeot e-2008 hat Höhenmeter um Höhenmeter erklommen und alle Bodenwellen sauber weggefedert. Oben auf dem Croix de Coeur gab es einen kurzen Stopp, damit wir die Aussicht auf Verbier geniessen konnten.
Nach der Abfahrt nach Le Châble warteten zig Ladestationen und ein feines Mittagessen auf uns. Gemeinsam ging es weiter zum Lac des Toules wo das Pilotprojekt eines Schwimmenden Solarkraftwerks erstellt wurde. Wir hatten eine interessante Vorstellung und Fragerunde mit dem Projektleiter. Sie haben z.B. im Winter mit 60cm Eis oder Winden um die 120km/h zu kämpfen. Auch der sich verändernde Wasserstand um mehr als 10m ist eine Herausforderung. Das Projekt ist dank der guten Vorbereitung ein Erfolg und soll in den nächsten drei Jahren auf bis zu 10MW Peak ausgebaut werden. Es werden auch Studien für andere Seen erstellt. Diese Projekte sind der richtige Schritt für die Umsetzung der Energiestrategie 2050. Auch die Elektromobilität macht nur mit Strom aus alternativen Energiequellen wirklich Sinn.
Nach einem Apéro, welches uns von Romande Energie offeriert wurde, ging es weiter nach Montreux. Hier war ein Parkplatz direkt am See eingerichtet worden, wo wir die Abendstimmung und das Essen geniessen konnten. Nach dem Dessert an der Seepromenade ging es in die Unterkunft in Lausanne. Dort wunderte ich mich nicht schlecht, wie man die Prioritäten bei den Weltzeituhren sieht. Nicht zu vergessen, wir sind im Kanton Waadt. Aber der Kanton Wallis scheint auch für den Nachbarkanton wichtig zu sein.
Leider mussten wir auch Ausfälle verkraften. Beim T2 Pritschenwagen ist der Nachgerüstete Bremskraftverstärker ausgefallen, beim Tesla Roadster war eine Hydraulikleitung der Hinterradbremse undicht. Zum Glück kann er Rekuperieren und mit dem Elektromotor bremsen. Und bei einem Twike gab es vermutlich Probleme mit der Elektronik. Die Teilnehmer sind alle wohlauf und sind am Organisieren einer Lösung des Problems. Sei es durch Mitfahrgelegenheiten bei anderen Teilnehmern oder auch einer schnellen Reparatur.
Zudem gab es heute eine Aufteilung der Gruppe. Da der Kanton Waadt in Deutschland als Hochrisikogebiet mit Quarantänepflicht eingestuft wurde, haben sich die deutschen Teilnehmer direkt ins Berner Oberland bewegt und sind nicht nach Montreux und Lausanne gekommen. Wir werden sie voraussichtlich morgen Abend in Tafers wieder treffen. Doch heute Abend haben wir erfahren, dass die Deutsche Regierung neu auch den Kanton Freiburg als Hochrisikogebiet einstuft. Jetzt muss abgeklärt werden, ab wann dies wirksam ist und ob unsere deutschen Kollegen auch Tafers auslassen müssen. Weitere Infos morgen auf diesem Kanal.
























